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5 häufige Fehler beim Gobelin-Sticken – und wie du sie vermeiden kannst 🧵
Gobelin-Sticken ist eine ruhige und kreative Beschäftigung, doch beim Sticken können leicht kleine Fehler passieren. Das ist ganz normal, besonders wenn du dich noch mit der Technik vertraut machst. Die gute Nachricht ist: Die meisten Fehler lassen sich vermeiden oder vorsichtig korrigieren.
In diesem Beitrag haben wir 5 häufige Probleme gesammelt, denen viele Stickerinnen und Sticker begegnen, und zeigen dir, worauf du achten solltest, damit dein fertiges Bild schöner und gleichmäßiger wird.
1. Die Stiche verlaufen nicht in dieselbe Richtung
Eine der wichtigsten Regeln beim Gobelin-Sticken ist, dass die Stiche möglichst immer in dieselbe Richtung zeigen. Wenn die Stiche an einer Stelle nach rechts und an einer anderen nach links geneigt sind, kann die Oberfläche des fertigen Bildes fleckig oder ungleichmäßig wirken.
Besonders bei helleren Farben und größeren einfarbigen Flächen fällt das schnell auf. Oft liegt das Problem dann nicht an der Farbe selbst, sondern daran, dass das Licht auf unterschiedlich ausgerichtete Stiche anders fällt.
Wie kannst du das vermeiden?
Entscheide vor Beginn der Arbeit, in welche Richtung du sticken möchtest, und bleibe dabei. Wenn du nach einer längeren Pause weitermachst, schau dir die Richtung der vorherigen Stiche an und richte dich danach.
2. Der Faden wird zu fest angezogen
Ein häufiger Fehler ist, den Faden zu stark anzuziehen. Dadurch kann sich der Stramin verziehen, die Löcher können sich zusammenziehen und der fertige Gobelin kann wellig oder schief werden.
Zu festes Sticken kann besonders bei größeren Bildern problematisch sein, da die Spannung an mehreren Stellen den Stoff verformen kann.
Wie kannst du das vermeiden?
Ziehe den Faden nur so weit an, dass er schön auf dem Stramin liegt. Er sollte nicht spannen und sich nicht in den Stoff einschneiden. Wenn du merkst, dass sich der Stoff verzieht oder wellt, versuche lockerer zu sticken.
3. Du arbeitest mit einem zu langen Faden
Auf den ersten Blick scheint es praktisch, einen langen Faden abzuschneiden, weil man seltener einen neuen Faden beginnen muss. In Wirklichkeit verknotet sich ein zu langer Faden jedoch leichter, wird schneller fusselig und kann beim Sticken dünner werden.
Je öfter der Faden durch den Stramin gezogen wird, desto stärker nutzt er sich ab. Das kann man später auch im fertigen Bild sehen, besonders bei dunkleren oder glänzenden Garnen.
Wie kannst du das vermeiden?
Arbeite mit einer angenehmen, mittleren Fadenlänge. Schneide den Faden so zu, dass du ihn gut handhaben kannst, er sich nicht in der Arbeit verfängt und sich nicht bei jedem Stich verdreht.
4. Ähnliche Farbtöne werden verwechselt
In Gobelin-Bildern kommen oft viele sehr ähnliche Farbtöne vor. In einer Blütenblatte, einem Gesicht, einem Tierfell oder einem schattigen Hintergrund können mehrere fast gleiche Nuancen vorkommen. Wenn diese verwechselt werden, kann das Motiv feine Details verlieren.
Das fällt beim Sticken nicht immer sofort auf, aber im fertigen Bild kann ein Bereich dann zu dunkel, zu hell oder weniger fein abgestuft wirken als geplant.
Wie kannst du das vermeiden?
Sortiere die Garne, bevor du mit dem Sticken beginnst. Trenne ähnliche Farben voneinander und markiere sie bei Bedarf. Arbeite immer nur mit wenigen Farbtönen gleichzeitig, besonders wenn du kleine Details stickst.
5. Die Rückseite ist verknotet und unordentlich
Auch wenn die Vorderseite des Gobelins am wichtigsten ist, spielt die Rückseite ebenfalls eine Rolle. Wenn dort viele Knoten, lange Spannfäden oder dicke Fadenansammlungen entstehen, liegt die fertige Arbeit später schlechter flach und kann auch beim Einrahmen Probleme verursachen.
Eine unordentliche Rückseite kann manchmal sogar auf der Vorderseite sichtbar werden: Die Oberfläche kann ungleichmäßig wirken oder dunkles Garn kann hinter helleren Bereichen durchscheinen.
Wie kannst du das vermeiden?
Beginne und beende den Faden nicht mit einem Knoten. Führe das Fadenende lieber auf der Rückseite unter einigen vorhandenen Stichen hindurch. Ziehe den Faden nicht über zu große Abstände von einem Farbbereich zum anderen, besonders nicht mit dunklem Garn hinter hellen Flächen.
Was tun, wenn der Fehler schon passiert ist?
Zuerst: Keine Panik. Ein einzelner falscher Stich ist völlig normal. Wenn du den Fehler früh bemerkst, kannst du ihn vorsichtig mit der Spitze der Nadel wieder lösen. Ziehe den Faden nicht mit Gewalt heraus, da der Stramin beschädigt werden könnte.
Wenn du einen größeren Bereich falsch gestickt hast, überlege, wie auffällig es im fertigen Bild sein wird. Bei starken Kontrasten oder wichtigen Details ist es besser, den Fehler zu korrigieren. Bei kleinen, kaum sichtbaren Abweichungen ist es jedoch nicht immer nötig, alles wieder aufzutrennen.
